Backpacking in Myanmar hatte ich in der Planung für meine Südostasien Rundreise für den März vorgesehen.
Ich musste mich aber schnell eines Besseren belehren lassen, weil es dort im März sehr heiß werden kann.

Die beste Reisezeit ist zwischen Oktober und Februar. Somit änderte ich meine Reispläne und flog im November von Indonesien nach Myanmar.

Ich hatte noch zwei Wochen, bis ich in Vietnam sein wollte. Das komplette Land in nur 2 Wochen kennenzulernen ist allerdings unmöglich. Deswegen musste ich mir ein paar Highlights raussuchen. Lies hier, was meine Reiseziele waren.

Da ich oft gefragt werde, Backpacking in Myanmar ist kein Problem. Du kommst, wie auch in anderen Ländern, bequem von A nach B. Allerdings musst du dir bei der Planung deiner Reiseroute in Myanmar unbedingt mehr Zeit für den Transport einplanen. Teilweise bist du den ganzen Tag unterwegs.

Backpacking in Myanmar - Gut zu wissen

Visum für  Myanmar

Für die Einreise nach Myanmar benötigst du ein Touristenvisum. Ab dem 1. Oktober 2019 wird es für eine Testphase von einem Jahr das Visa on Arrival geben. Dies berechtigt Personen aus ausgewählten Herkunftsländern die Einreise für 30 Tage, ohne vorher den Prozess der Visabeantragung durchmachen zu müssen.

Hier die Fakten für das Visa on Arrival in Myanmar:

  • ab 1.10.2019 (Testphase von einem Jahr)
  • Kosten: 50 USD
  • Visa on Arrival für Personen aus den Herkunftsländern Italien, Spanien, Schweiz, Deutschland, Russland und Australien
  • Einreise nur über die folgenden Flughäfen: Yangon, Mandalay oder Nay Pyi Taw
  • Reisepass (mindestens noch 6 Monate gültig)
  • 2 aktuelle Fotos (4x6cm)

Weitere Infos über das Visa on Arrival in Myanmar findest du hier.

Alle anderen müssen vor der Einreise ein Touristenvisum beantragen. Online kannst du das eVisa für Myanmar für 50 USD erhalten. Das geht relativ schnell, du solltest es aber dennoch einige Tage vor Abreise beantragen. Alle Infos findest du hier.

Reise- und Sicherheitshinweise solltest du dir beim auswärtigen Amt einholen.

Währung in Myanmar

Die Währung in Myanmar ist Kyat. Damit kannst du überall bezahlen. Solltest du mit US Dollar bezahlen wollen, empfehle ich nur „schöne“ Scheine einzupacken. Die abgeranzten, geknickten Banknoten werden oftmals nicht akzeptiert.

Transportmöglichkeiten in Myanmar

Ich habe noch nie so viele unterschiedliche Transportmittel benutzt wie in Myanmar. Bitte sei vorsichtig im Straßenverkehr. Es ist Rechtsverkehr, allerdings haben die meisten Autos das Steuer auch auf der rechten Seite. Das ist teilweise echt verwirrend, wenn du dir ein Taxi rufst und dich der Fahrer direkt aus dem Auto aus anguckt.

Beim Backpacking in Myanmar kannst du die folgenden Transportmittel wählen:

  • Taxi – in der Stadt
  • Bus – Tickets bekommst du online oder vor Ort
  • Zug – in Yangon unbedingt den Circular Train ausprobieren, ebenfalls ist die Fahrt von Mandalay in den Shan State über das Goteik-Viadukt ein besonders abenteuerliches „Erlebnis“
  • Boot – die Strecke Bagan – Mandalay empfehle ich mit einer entspannten Schifffahrt über den Irrawaddy River
  • Fahrrad – als Triathletin empfehle ich dir immer mal eine Radtour zu unternehmen, zum Beispiel entlang des Inle Lakes
  • E-Roller – in der Tempellandschaft Bagan wirst du mit einem E-Roller das maximale Erlebnis erfahren und kannst schneller alles erkunden. Es gibt dort so viel zu entdecken.
  • zu Fuß – nichts geht über eine Wanderung durch die Natur – Hsipaw eignet sich hervorragend dafür

Besonderheiten für Myanmar

Myanmar ist mit dem Rest von Südostasien nicht zu vergleichen. Es wird als das goldene Land bezeichnet. Du wirst auf deiner Backpacking Reise in Myanmar viele vergoldete Pagoden begutachten. Die beeindruckendste ist schlichtweg die Shwedagon Pagoda in Yangon.

Eine weitere Besonderheit in Myanmar sind die Menschen. Der überwiegende Teil der Bevölkerung gehört dem Buddhismus an. Die Freundlichkeit der Mönche möchte ich hier explizit erwähnen.

Die Frauen schminken sich aus Verschönerungs- und Sonnenschutzgründen mit ockerfarbener Thanka Paste im Gesicht und die Männer tragen lange Röcke, die mit einer speziellen Wickeltechnik festgebunden werden.

Ein Hauptteil der Menschen kaut allerdings diese, die Zähne rotfärbende, Betelnuss und spuckt alle paar Minuten das eklige Zeug auf die Straße. Also Vorsicht beim Barfußlaufen!

Unterkünfte in Myanmar

In Myanmar sind die Unterkünfte unheimlich günstig. Da ich alleine reiste, versuchte ich mich in Hostels einzumieten, um mit anderen Gästen in Kontakt zu kommen. Wenn du kein Luxusapartment erwartest, kann ich dir die folgenden Unterkünfte empfehlen.

Meine Reiseroute in zwei Wochen - Backpacking in Myanmar

Backpacking Myanmar Reiseroute

  • Yangon – 2 Tage
  • Bagan – 3 Tage
  • Mandalay – 2 Tage
  • Hsipaw im Shan State – 4 Tage
  • Inle Lake – 2 Tage
  • Yangon – 1 Tag

Tag 1 und 2 – Yangon 

Die Hauptstadt von Myanmar ist Yangon. Ein paar Tage lässt sich’s dort gut verweilen.

Zu Beginn meiner Rundreise machte ich eine Rundfahrt mit den Circular Train durch die Stadt. Abends besuchte ich die goldene Shwedagon Pagoda und verweilte dort bis die Sonne unter ging. Nachts empfehle ich in Yangon einen der vielen Märkte aufzusuchen, um diverse Köstlichkeiten von Spießen zu essen.

Am nächsten Tag besuchte ich noch weitere Pagoden, die Sule und die Chauk Htat Gyi Pagoda. Gerade die letztere ist besonders beeindruckend, weil du dort den größten liegenden Buddha Myanmars findest.

Nachts nahm ich dann den Nachtbus nach Bagan.

Tag 3 bis 5 – Bagan

Der Nachtbus brachte mich noch vor Sonnenaufgang nach Bagan. Da ich es nicht getan habe, würde ich dir gern folgendes empfehlen. Nutz die Gelegenheit und lass dich direkt auf einen Tempel fahren. Du bist einmal wach und erlebst ein wunderschönes Naturschauspiel.

Wir hatten bei der Ankunft leichte Verständnisschwierigkeiten mit den Taxifahren. Vielleicht erzählen sie dir, dass du ein Eintrittsticket für die Tempellandschaft brauchst. Das sollte dir bei der Einreise mit dem Bus schon verkauft werden und bei 25.000 Kyat liegen. Diese benötigst du tatsächlich und solltest du auch immer mit dabei haben. Gerade morgens wird kontrolliert.

Die drei Tage in Bagan waren voller Aussichtsmomente. Sonnenaufgang hier, Sonnenuntergang dort. Wunderschön und unvergessen. Mit den Elektrorollern, die du in Bagan mieten kannst, empfehle ich dir die ganze Tempellandschaft unsicher zu machen.

Wenn du den ein oder anderen Taler zu viel hast, kannst du eine morgendliche Fahrt im Heißluftballon buchen. Alle kamen schwärmend und leicht angetrunken wieder zurück. Aber auch ohne Heißluftballonfahrt wirst du deinen Aufenthalt nicht bereuen.

Tag 6 bis 7 – Mandalay

4 Uhr morgens nahm ich das Boot von Bagan nach Mandalay über den Irrawaddy River. Die Fahrt dauerte ungelogen 14 Stunden, war aber extrem chillig. Die Bootsführer heiterten uns zwischen den Mahlzeiten mit ihrem Programm auf. Dort lernte ich unter anderem, wie die Männer ihren Rock binden.

Den Tag in Mandalay verbrachte ich mit Bekannten aus Bagan. Wir besuchten die U-Bein Bridge und des Shwenandaw Kyaung Kloster. Wenn du in Mandalay bist, solltest du dort unbedingt vorbei schauen. Mehr hat die Stadt allerdings meiner Meinung nach nicht zu bieten.

Tag 8 bis 11 – Hsipaw

Von Mandalay nach Hsipaw fährt ein Zug über das Goteik Viadukt. Solltest du auf Abenteuer stehen, kann ich dir diese Zugfahrt wärmstens empfehlen. Die Fahrt dauert 12 Stunden und startet gegen 4Uhr.

Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Gleise nicht passend für den Zug waren. Es schaukelte dermaßen, dass die Gepäckstücke von den Ablagen rausfielen. Wenn du das mal erlebt haben muss, tu es. Nimm aber ausreichend Verpflegung und Taschentücher mit. Schlafen kannst du allerdings vergessen.

In Hsipaw angekommen, traf ich einen Guide, um eine zweitägige Wanderung zu besprechen. Drei Mädels aus meiner Unterkunft schlossen sich mit an und am nächsten Morgen ging es durch die Landschaft des Shan Staates.

Wir übernachteten bei einer alten Dame in einem Dorf. Sie kochte für uns. Wir verbrachten den Abend bei ihr am Lagerfeuer und schliefen bei ihr auf dem Dachboden. Obwohl sie kein Wort englisch sprach, fühlten wir uns gut aufgehoben. Wer weiß, was sie von dem Guide dafür bekam.

Tag 12 bis 14 – Inle Lake

Von Hsipaw aus nahm ich den Bus nach Nyaung Shwe. Der Ort am Inle Lake.

Den ersten Tag machte ich eine geführte Bootstour über den See. Es gibt unzählige Bootsfahrer. Alle wollen dich über den See fahren.

Ich hatte allerdings das Gefühl, dass es die reine Verkaufsveranstaltung ist, denn bei der Bootstour machst du diverse Stops an einer Silbermanufaktur, einer Webstube und einer Zigarrenmanufaktur. Überall kannst du was käuflich erwerben, musst aber nicht.

Das Highlight am Inle Lake sind zweifelsohne die Fischermänner, die auf ihren Booten für dein Foto posen. Gerade zum Sonnenuntergang sind sie ein tolles Fotomotiv. Allerdings hätten sie dafür auch gerne etwas Geld.

Die restliche Zeit verbrachte ich mit einer Radtour am See und einem Kochkurs mit vorherigem Besuch auf dem Markt, bis es wieder zurück nach Yangon und dann weiter nach Vietnam ging.

Fazit:

Myanmar ist riesig und die Fahren von einem Ort zum Anderen dauern einfach lange. In zwei Wochen kannst du dir nicht alles ansehen. Du musst dir ein paar Punkte raussuchen, die du besuchen möchtest. Hätte ich noch mehr Zeit gehabt, hätte ich noch den Ngapali Beach und  Mrauk U mitgenommen.

Warst du bereits in Myanmar und kannst noch weitere Empfehlungen geben? Was hat dir besonders gefallen? Lass doch gerne einen Kommentar da.