Rennradreise entlang der Garden Route Südafrika mit African Bikers

Die Radreise entlang der Garden Route Südarfrika war für mich eine meiner schönsten Erlebnisse. Ich wollte im Winter Radkilometer sammeln und entschied mich für diese geführte Reise. Der Vorteil einer geführten Reise besteht darin, dass du erstens dein Gepäck nicht transportieren musst, zweitens dich nicht darum kümmern musst, wo es langgeht und drittens du nicht alleine bist.

African Bikers bietet genau so eine Reise für 12 Tage mit entsprechender Reisebegleitung an. Du hast dort mehrere Termine zur Auswahl. Das Highlight der Märzreise ist die Teilnahme an der Argus Cape Town Cycle Tour, eines der landschaftlich schönsten Radrennen der Welt.

Es ging also Anfang März für mich nach Port Elizabeth, wo wir den langen Weg nach Kapstadt aufnahmen. Unsere Gruppe bestand aus 12 Teilnehmern plus Guide und Fahrer. Die optimale Größe also für eine gute Truppe. Dieser Bericht soll dir einen kleinen Einblick geben, was dich bei einer geführten Rennradreise entlang der Garden Route Südafrika erwartet.

Tag 1 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Ankunft in Port Elizabeth

Nach der langen Anreise von Berlin über München und Kapstadt landete ich am ersten Tag unserer Reise in Port Elizabeth, wo auch bereits die ersten Gäste und unser Guide warteten. Wir sammelten noch weitere Gäste, die über Johannesburg einreisten, ein und machten uns auf den Weg in die erste Unterkunft – das Brookes Hill Suites Hotel* in Port Elizabeth.

Ausruhen war aber vorerst nicht drin, sondern der Plan war was zu essen und die erste Testfahrt mit den Rädern zu unternehmen. Also schnell die dicken Winterboots gegen Flipflops getauscht und unter die Dusche gehuscht. Auf dem Weg etwas Essbares aufzutreiben, landete ich rein zufällig in einer echt coolen Bar. Das Beer Shack macht dir leckere Snacks und Daiquiris für einen schmalen Taler.

Radausleihe

16 Uhr trafen wir uns, um die Räder zu testen. Ich hatte mir vor Ort eins geliehen, während andere Reisende der Gruppe ihre Räder mitbrachten. Ob man die Radleihe vor Ort wählt oder mit seinem eigenen Rad anreist, hängt natürlich von seinen eigenen Ansprüchen ab. Wie ich bereits im Beitrag über das Radfahren in Südafrika erwähnte, ist die Radmitnahme bei South African Airways kostenlos und somit eine Überlegung wert.

Für mich war die Radausleihe vor Ort definitiv der einfachere Weg, zumal ich geplant hatte nach der Rennradreise noch ein paar Ruhetage dran zu hängen. Zufälligerweise war eines meiner Räder zu Hause von der gleichen Marke, wie das Leihrad. Von daher passte das Rad gleich auf Anhieb.

Die erste Testfahrt

33 Kilometer mit 107 Höhenmetern

So ging es 33 ungeplante km Richtung Süden der Küste des indischen Ozeans entlang. Ich hatte nach meiner Erkältung im Winter echte Probleme das Tempo mitzuhalten, lies es mir aber nicht anmerken. Nützt ja nichts.

Tag 2 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Addo Elephant Park

Am zweiten Tag klingelte bereits 4Uhr der Wecker, denn die Rennradreise sollte auch gleichzeitig Urlaub sein. Somit wurden die Sightseeing Highlights in die Route mit eingeplant und wir startetet gleich mit einer Morgensafari im Addo Elephant Park. Den Park kann ich dir nur ans Herz legen. Es ist ein tolles Erlebnis, den Tieren so nah zu sein. Von Port Elizabeth beträgt die Fahrtzeit zum Addo National Park ungefähr eine Stunde mit dem Auto.

Im Addo Elephant Park kann man die Safari geführt vornehmen oder auf eigene Faust mit seinem Mietwagen durchfahren. Wir wurden mit dem Jeep durch den Nationalpark gefahren. Empfehlenswert ist hier eine Jacke einzustecken, denn der Fahrtwind hat es echt in sich. Bei den Stops zwischendurch, die gemacht werden, um die Tiere zu beobachten und Fotos zu schießen, kannst du dich kurz aufwärmen. Das Highlight im Park sind die Elefanten direkt an der Straße, die sich auch überhaupt nicht gestört fühlen. Den riesigen Tieren so nah zu sein ist schon ein Ereignis, vor allem wenn die ganze Elefantenfamilie an dir vorbei zieht.

Wir beendeten unsere Tour durch den Addo Elephant Park leider früher als geplant, weil wir zwei weitere Reisegäste unserer Gruppe vom Flughafen abholen mussten.

Von Port Elizabeth nach Stormsrivier

53 Kilometer mit 207 Höhenmetern

Als unsere Neulinge die Räder aufgebaut hatten, ging es für uns erst ein Stück mit dem Auto Richtung Stormsrivier. 50km vor unserem Zielort hielten wir an, luden die Räder vom Hänger und starteten die erste Tour. Durch die verspätete Anreise unserer Gruppenmitglieder verkürzten wir die geplanten 80km auf 50km, damit wir noch rechtzeitig im Hellen die nächste Unterkunft in der Tsitsikamma Lodge* beziehen konnten.

Tag 3 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Von Stormsrivier nach George

79 Kilometer mit 875 Höhenmetern

In Stormrivier verbrachten wir die Nacht in kleinen Bungalows direkt am Waldesrand. Beim morgendlichen Spaziergang im Wald war von der Wasserknappheit in Kapstadt nichts zu spüren. Es hatte die ganze Nacht geregnet und Tau verzierte die Natur. Der Regen hörte auch überhaupt nicht auf.

Tsitsikamma National Park

Nach dem Frühstück machten wir uns also im strömenden Regen auf den Weg zum 26km entfernten Tsitsikamma National Park. Klitschnass wie wir waren hatten natürlich nicht alle Bock im Nationalpark eine Wanderung zu unternehmen. Einige blieben im Wagen und wärmten sich auf, die anderen befreiten sich von ihren nassen Sachen und machten sich auf den Weg.

Der Tsitsikamma Nationalpark ist mit Sicherheit eine tolle Location für Outdoor Aktivitäten wie Kayakfahren und lange Wanderungen. Wir hatten nur einen kleinen Einblick gewinnen können. Im Park gibt es die 216m hohe Bloukrans Brücke, von der aus du den wohl höchsten Bungee Jump der Welt von einer Brücke erleben kannst.

Bungee Jumping stand allerdings nicht auf unserem Reiseplan. Nach der Wanderung erwartete uns dieser kleine Lebensgefährte am Wegesrand. Ich wusste bis Dato nicht, was für ein Tier es ist, aber es handelt sich um ein Dassie. Ist es nicht süß?

Nature Valley

Danach fuhren wir weiter entlang der Garden Route, vorbei am Nature’s Valley, bis wir an der Tankstelle wieder die Räder einluden, um mit dem Auto weiter Richtung George zu fahren. Auf dem Weg hatten wir 3 schöne Abfahrten und Anstiege, sodass wir auf knapp 80km  mit 900 Höhenmetern kamen.

George

In George erwartete uns dann unsere beste Unterkunft der Reise. Das Acorn Guest House* hatte tolle Zimmer mit einem liebevoll eingerichtetem Außenbereich. Genauso empfehlenswert ist das Old Townhouse Restaurant in George, in welchem für uns ein Tisch reserviert war. Für mich gab das erste Mal südafrikanisches Straußenfilet. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie lecker das war und ich danach nur noch Straußenfilet essen wollte. Fettarm und proteinreich, praktisch ideal als Low Carb Gericht geeignet.

Tag 4 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Von George nach Oudtshoorn

92,5 Kilometer mit 1063 Höhenmetern

Am vierten Tag unserer Reise steigerten wir uns endlich mit den Radkilometern und den Höhenmetern. In George starteten wir mit dem Auto Richtung Mossel Bay. Von dort aus ging es über den Robinson Pass in Richtung Oudtshoorn weiter zur Cango Höhle, in der 16Uhr eine Höhlenführung für uns gebucht wurde.

Geplant waren für diese Tour 135km. Diese waren aber utopisch zu erreichen, da wir uns erst um 9Uhr auf den Rädern befanden. Das letzte Stück von Oudtshoorn zur Höhle besprachen wir solange zu fahren, bis die Zeit es nicht mehr zuließ und unsere Fahrer uns nach und nach einsammelte.

Mossel Bay – Robinson Pass – Oudtshoorn

An dem Tag hatten wir endlich das langersehnte gute Wetter. 29 Grad und purer Sonnenschein. Von Mossel Bay aus ging es erst flach ins Landesinnere und dann den Robinson Pass bis auf 860m hoch. Einige von uns skippten den Berg und ließen sich hochfahren, doch das war nicht mein Ziel. Ich wollte jede Strecke so gut es geht mitnehmen. Von oben ging es dann im Vollspeed runter bis nach Oudtshoorn. Laut Strava habe ich dieses Segment gut abgeschnitten und sogar fast die 70km/h Maximalgeschwindigkeitsmarke geknackt.

Cango Cave

Doch danach war die Luft raus. Jetzt sollte es nach 85km bei der brütenden Hitze das letzte Stück bis zur Höhle gehen, aber die Straße war alles andere als glatt. Ruppiger Asphalt am Nachmattig, wenn die Sonne so schön knallt. Das konnte nur schief gehen. Irgendwann wurde ich von unserem Fahrer gestoppt, der uns, wie vereinbart, nach und nach alle einsammelte, um ums rechtzeitig zur Höhlenführung zu bringen.

Völlig entkräftet, aber überglücklich, kamen wir dort an. Meine Beine wollten eigentlich keine Höhlenwanderung mehr mitmachen, aber die witzigen Geschichten der Reiseleitung haben die Stunde schnell vergehen lassen.

Auf meiner Südostasienrundreise hatte ich schon viele Höhlen gesehen und kann sagen, dass die Cango Höhle zwar nicht an die Phong Nha Höhle in Vietnam rankommt, aber dennoch sehr beeindruckend ist.

Nach dem Höhlenbesuch ging es in unsere Unterkunft dem Adley House* in Oudtshoorn, wo uns am Abend ein tolles Barbeque erwartete.

Tag 5 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Von Oudtshoorn bis Ladismith

111 Kilometer mit 865 Höhenmetern

Der fünfte Tag begann mit einer kurzen Fahrt zur Straußenfarm in Oudtshoorn. Auf die von African Bikers gebuchte Führung auf der Straußenfarm hatte ich schon die ganze Zeit gewartet. In Oudtshoorn besteht die Möglichkeit die Strauße und Straußenküken von der Nähe zu betrachten und sie sogar zu füttern. Im Nachhinein erfuhr ich, dass es sogar möglich sei die Strauße zu reiten. Das würde ich aber schon aus Prinzip nicht empfehlen.

Sonnenbrandwetter

Das Wetter war mal wieder prima. Vom Regen der ersten Tage war weit und breit nichts mehr zu spüren. Dafür brannte die Sonne dermaßen, dass ich mir in der Mittagspause ein schattiges Plätzchen suchen musste und mir trotz Sonnencreme alles verbrannte, was nicht bedeckt war. Kleiner Tipp an dieser Stelle – unbedingt den Lichtschutzfaktor ne Nummer höher wählen als sonst.

Die Tour ging 111 Kilometer durch die Steppe von Südafrika, von Oudtshoorn bis nach Ladismith. Die ersten 50km bis Calizdorp waren flach. Danach ging es dann den Huisrivier Pass bis auf 600m hoch. Kurz vorm Gipfel zwang mich ein platter Reifen zur Pause. Zum Glück war unser Guide in der Nähe und so freundlich mir dabei zu helfen, den Schlauch zu wechseln.

Speedmaximum von 72km/h

Bergab Richtung Ladismith erreichte ich dann ein weiters Speedmaximum von 72km/h und war angefixed noch schneller zu fahren. Aber natürlich nur so schnell, wie man es auch unter Kontrolle hat. Ich fühlte mich auf den Straßen in Südafrika so sicher, dass ich wusste, da geht noch mehr.

Als wir im Albert Manor Guest House* in Ladismith ankamen, wurden wir wirklich herzlich empfangen. Die netten Damen begrüßten uns mit kalter Melone und brachten uns auf unsere Zimmer. Das Guest House ist eine sehr einfache Unterkunft, im Vergleich zu den anderen Unterkünften auf unserer Reise, aber dadurch, dass die Zimmer ringsum den Pool im Innenhof angeordnet waren, gefiel es mir dort sehr gut. Die optimale Unterkunft für Gruppenreisen.

Das erste, was ich gegen den erworbenen Sonnenbrand am Arm unternahm war ein Sprung in den Pool. Verpflegt wurden wir am Abend mit einem einfachen Büffet in familiärer Atmosphäre. Dazu gab es den ein oder anderen Likör, wobei man witziger Weise erwähnen kann, dass unsere Gastgeber den schon vorher eins zweimal gekostet hatten. Das war allerdings sehr sympathisch. Die Unterkunft kann ich auf deiner Tour entlang der Garden Route Südafrika empfehlen, denn sogar das Wäsche waschen klappte vom Abend auf den nächsten Morgen.

Tag 6 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Von Ladismith nach Montagu

139 Kilometer mit 803 Höhenmetern

Am sechsten Tag unsere Reise ging es von Ladismith nach Montagu entlang der berühmten Route 62. Das Highlight auf dieser Strecke war der Besuch bei Ronnies Sex Shop, einem Café an der Straße, welches erst berühmt wurde, weil Ronnie sich dachte die Aufmerksamkeit der Autofahrer entlang der Straße durch das Wort Sex zu erhaschen. Dies ist ihm scheinbar gelungen.

Ronnies Sex Shop

Ronnies Sex Shop ist heute eines der meist besuchtesten Cafés in auf der Garden Route Südafrika und steht sogar im Lonely Planet. Es wurde sogar ein Strava Segment vom Ladismith to Ronnies erstellt.

Gruppenziel 139km

Die heutige Tour war eine der längsten. Es ging 139km bis nach Montagu. Wir hatten ein zwei nette Anstiege in der Route drin, allerdings ging es heute nicht darum, dass jeder sein Tempo fahren sollte, sondern dass wir gemeinsam in der Gruppe fahren und die schwächsten immer in den Windschatten genommen werden. Das hat wirklich anstandslos geklappt und auch unsere Schwächste im Team hat die Tour durchgezogen.

Abends landeten wir in unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte – die Mimosa Lodge*  in Montagu.

Tag 7 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Ruhetag in Montagu

Für den Ruhetag hätte ich mir die Unterkunft in George oder Robertson gewünscht, aber die Mimosa Lodge*  in Montagu war auch ok. Der heutige Tag war komplett auf Entspannung ausgerichtet. Es gab mehrere Aktivitäten zur Auswahl. Wir unternahmen am Morgen eine Wanderung und nachmittags eine Bootstour mit Picknick.

Den Abend ließen wir entspannt im Restaurant ausklingen und verabschiedeten den Tag mit dem ein oder anderen Kaltgetränk.

Tag 8 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Von Montagu nach Robertson über McGregor

113,5km Kilometer mit 848 Höhenmetern

Tag 8 war eigentlich einer der witzigsten Tage überhaupt, denn es ging in die Weltmetropole McGregor. Vom Montagu mussten wir erst mit dem Auto Richtung Ashton, weil die Straße für Radfahrer gesperrt war. Das Wetter lies am heutigen Tag auch zu wünschen übrig, purer Regen und 22°C. Aber das sollte uns nicht zum Verhängnis werden. Also ab auf die Straße, die Regenjacke übergezogen und los. Der erste Anstieg lies auch nicht lange auf sich warten. Aber wo ein Berg ist, kommt auch immer eine Abfahrt.

Van Loveren Family Vineyards

Die Strecke ging danach entlang der Straße ohne wirkliche Höhenmeter Richtung Robertson. Mittagspause machten wir auf dem Weingut Van Loveren Family Vineyards, welche überdimensionale Weinflaschen verkaufte. Völlig verrückt eine 18l Weinflasche dahin zustellen, da kann man ja nur größenwahnsinnig werden.

Abstecher in McGregor

Zum Abschluss gab es für die, die wollten nochmal einen kleinen Abstecher in die Weltmetropole McGregor. Das waren also 15km hin eine kleine Pause mit einer wohlverdienten Fanta und wieder zurück nach Robertson, wo wir die zweitbeste Unterkunft der Route besuchten. Das Gubas de Hoek Guest House* in Robertson. Die Besitzer sind Deutsche und haben uns den Abend mit einem wirklich tollen Menu und einer netten Abendgestaltung versüßt. Das Guesthouse besitzt einen wirklich tollen Garten mit Pool, welcher wieder sehr gut für Gruppen geeignet ist.

Tag 9 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Von Robertson nach Wellington

109km Kilometer mit 804 Höhenmetern

Von Robertson ging es zur letzten großen Tour über Worchester nach Wellington. Bei dieser Tour musste ich irgendwie immer an Würzfleisch und an die früheren Abende mit Schulfreunden im Pub denken, wo das Würzfleisch auch echt lecker war.

Die Tour ging an der Hauptstraße entlang. Irgendwie packte es mich und ich fuhr zusammen mit einigen anderen der Gruppe voraus. Solange der Weg eindeutig war durften wir das auch jederzeit tun und nach gewisser Zeit einen Wartestopp einlegen, damit wir wieder in der Gruppe fahren.

Bains Kloof Pass

Langsam hatte ich mich ans Radfahren gewöhnt und konnte die 109km ohne wirkliche Anstrengungen durchziehen. Sogar der Bains Kloof Pass (R301) am Ende der Tour war für mich keine Herausforderung, sondern eine nette Trainingseinheit mit herrlicher Kulisse. Das Wetter war auch wieder perfekt zum Radfahren. 26°C und purer Sonnenschein. Falls du eine schöne Strecke entlang der Garden Route Südafrika suchst, ist dieser Pass eine Überlegung wert.

Die Nacht verbrachten wir in Manor on the Bay* in Gordon’s Bay und man konnte das Ende der Reise schon spüren. Wir hatten schon viel erlebt, aber es waren nur noch wenige Tage übrig.

Tag 10 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Ruhige Fahrt entlang der False Bay

40,5km Kilometer mit 388 Höhenmetern

Am Freitag, zwei Tage vor der Argus Cape Town Cycle Tour, fuhren wir lockere 40km entlang der False Bay. Die Tour sollte nur zur Auflockerung der Beine dienen. Wir machten nach 20km einen kleinen Stopp am Aussichtspunkt und beobachteten schwimmende Delfine. Die Küste der False Bay entlang zu fahren kann ich nur empfehlen. Die Szenerie ist atemberaubend.

Nach unserem Stopp ging es zurück zur Unterkunft und mit dem Auto Richtung Kapstadt und somit unserer finales Destination.

Expo Argus Cape Town Cycle Tour

Da alle unsere Gruppenmitglieder am Radrennen teilnahmen, fuhren wir direkt zur Expo, um unsere Startunterlagen abzuholen. Ich kaufte mir noch ein Langarm-Shirt als Erinnerung und lies mich von den Physiotherapeuten durchkneten.

Danach ging es in unsere letzte Unterkunft, das Cape Town Hollow Boutique Hotel* in Kapstadt, wo unser Guide mit uns nochmal das To Do für die Cycling Tour durchsprach.

Tag 11 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Ruhetag in Kapstadt

Tag 11, der Tag vor dem Rennen war Ruhetag in Kapstadt. Ich traf mich mit Freunden, die ich auf meiner Südostasien Rundreise kennengelernt hatte und die zufällig auch vor Ort waren. Wir verbrachten einen gemütlichen Nachmittag auf der Old Biscuit Mill, dem Markt für Leckerschmecker. Auf dem Markt findest du alle Köstlichkeiten, diverse Verkaufsstände und Musik zum Abhängen. Sehr empfehlenswert, wenn du ein Ausflugsziel für den Samstag in Kapstadt suchst.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit den Vorbereitungen für das Rennen. Beine hochlegen, das Rad putzen, die Startnummern befestigen, Wasser für die Radflaschen kaufen und zeitig schlafen zu gehen.

Tag 12 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Argus Cape Town Cycle Tour 2018

109km Kilometer mit 1069 Höhenmetern

Da war er nun da, der Tags der Cape Town Cycle Tour, über den wir die ganze Woche gesprochen hatten. Das Rennen startete bereits um 6 mit den Profis. Auf Facebook Live konnte man das Rennen schon mitverfolgen. Ich schaltete es an und ließ es während des Frühstücks laufen.

Mein Start war in Startgruppe 4K um 8:34Uhr. Ich hatte etwas Respekt vor dem Start in der Gruppe, denn solch einen Massenstart hatte ich noch nie mitgemacht. Generell war es mein erstes Radrennen. Normalerweise nehme ich nur an Triathlonrennen oder Laufveranstaltungen teil, aber nach der Woche Radfahren in Norwegen bei der Viking Tour interessiere ich mich auch für Rennradveranstaltungen.

Wir machten uns gemeinsam auf den Weg Richtung Start. Bei der Masse von 40.000 Startern musstest du aufpassen früh genug für deine Startwelle da zu sein, aber auch nicht zu früh, um den Weg der vor dir startenden zu versperren. Ich muss aber sagen, das Verteilen der vielen Radsportler in ihre Startwellen verlief reibungslos. Die Organisation war wirklich gut. Ich orientierte mich und lief Richtung Startblock. Ich lies mir aber Zeit und startete weiter hinten, um den Massenstart zu vermeiden. Das ich das später noch bereuen würde, hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht erwartet.

Das Rennen war toll.

Das Wetter war perfekt, 20°C, leicht bewölkt, kein Wind, kein Regen. Optimale Vorraussetzungen für eine schnelle Radfahrzeit. 109km sollten doch zu erledigen sein. Und das wars. Teilweise hing ich mich an Gruppen oder diverse Radfahrer, die mein Tempo fuhren. Zum Schluss sah ich eine Sportlerin aus meiner Startgruppe und hing mich an sie ran. Gemeinsam fuhren wir die letzten Kilometer in einem Affenzahn ins Ziel und es gelang mir die Tour ohne Sturz, ohne Pipipause, ohne Anhalten komplett durchzuziehen.

Im Ziel angekommen war ich überglücklich. Doch leider verpasste ich die 4 Stunden Marke um 30 Sekunden, was einen ambitionierten Freizeitsportler wie mich natürlich wurmt. Irgendwo auf der Strecke wäre sicher noch die ein oder andere Sekunde drin gewesen, doch jetzt konnte ich die Erfahrung machen und würde beim nächsten Mal ganz vorne in meiner Startgruppe starten. Das Anfahren beim Massenstart war nicht so schlimm wie befürchtet, Stürze habe ich dort keine gesehen. Doch wenn 8:34Uhr Start ist und man erst 8:36Uhr über die Startlinie fährt, verliert man einiges an Zeit, die einem hintenraus eventuell fehlen.

Tag 13 - Rennradreise Garden Route Südafrika

Abreisetag

Der letzte Tag der geführten Rennrad entlang der Garden Route Südafrika ist gekommen und wir verabschiedeten uns von allen.

Als nun auch die letzten das Hotel in Richtung Flughafen verlassen hatten, machte ich mich auf den Weg zu meiner neuen Unterkunft und lies die Reise gemütlich am Clifton Bay ausklingen.

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